Probebetrieb: Letzte Erfahrungen vor dem Start des Linienbetriebes sammeln

Mit kostenlosen Probefahrten wird der Fahrbetrieb geprobt.

Eine Woche noch, dann rollt der Bürgerbus montags bis freitags durch Neuenkirchen. Am 3.
Juli beginnt der Regelbetrieb und der Bürgerbusverein und die Gemeinde hoffen, dass auch möglichst viele das Angebot nutzen. In der vergangenen Woche konnten sich die ersten Fahrgäste bereits bei den kostenlosen Probefahrten vom Angebot überzeugen. Auch in der
kommenden Woche wird es wieder drei kostenlose Probefahrten geben.

Diese Probefahrten dienen nicht nur dazu, das Angebot Bürgerbus an den Mann zu bringen, sondern auch den Regelbetrieb auf sichere Beine zu stellen. „Wir haben jetzt die erste Fahrt nach Fahrplan absolviert und stellen schon fest, dass es schnell zu Verzögerungen kommen kann“, erklärt Pressewart Michael Steffen während der ersten Probefahrt am Dienstagnachmittag.

Das bestätigt auch Heinz Hater, der an diesem Tag als Fahrer eingeteilt ist. „Wenn ich jetzt noch einen Rollator festzurren müsste, dann würde ich schon dem Fahrplan hinterherfahren“, so Hater. Daher bittet der Bürgerbusverein seine Fahrgäste auch um Verständnis. „Wir machen das alles ehrenamtlich, versuchen aber so zuverlässig zu sein wie möglich“, so Steffen. Dennoch könne es mal vorkommen, dass der ein oder andere Fahrer sich erst noch mit den neuen technischen Gerätschaften vertraut machen muss.

Apropos Fahrer: 26 Fahrer hat der Bürgerbusverein bereits gewinnen können, doch das seien noch zu wenig. „Angedacht ist, dass jeder Fahrer etwa zweimal im Monat eine Halbtagsschicht
fährt“, so Steffen. Doch das sei mit dem derzeitigen Pool an Fahrern schwer möglich, zumal auch Urlaubs- und krankheitsbedingte Ausfälle überbrückt werden müssen. Daher hofft der Verein, dass sich nun noch einige Neuenkirchener finden, die sich beim Verein als Mitglied
oder Fahrer anmelden. Rund 45 Fahrer wären für einen reibungslosen Ablauf notwendig,
schätzt der Verein.

Auch an den Haltestellen und Abfahrtszeiten können in den nächsten Monaten noch Optimierungen stattfinden. „Die vorgegebenen Fahrtzeiten waren heute nicht immer einzuhalten, oft war ich viel langsamer unterwegs“, so das Fazit von Hater. Auch die ein
oder andere Haltestelle könnte noch verbessert werden. Entweder mit einem Dach oder ein paar Meter weiter, wo es bereits eine Unterstellmöglichkeit gibt, so Hater.

Doch wichtig ist nun erstmal, dass – zehn Jahre nach der ersten Idee – der Bürgerbus endlich seinen Betrieb aufnimmt und sich weitere Mitglieder und vor allem Fahrer finden, die Neuenkirchener mobiler zu machen und näher zusammenzubringen.